Hier gibt's Satire und Spaß von Kater Moritz gewürzt mit viel Ironie!

Kater
Kater Moritz steckt voller KI (Kater-Intelligenz) und Emotionen.
Beides muss er hier als Satire herauslassen, sonst würde er angesichts der aktuellen Zustände platzen.

September 2026

Wahlen sind eine spannende Angelegenheit. Mitunter auch eine heikle. Vor allen Dingen für die zweiten Sieger, die vorher noch laut skandiert haben, gewinnen zu wollen. Obwohl man niemandem eine solche Absicht verdenken kann, schließlich startet kaum jemand mit dem erklärten Ziel in den Wahlkampf, ihn zu verlieren.
Allerdings sollte es eine demokratische Gepflogenheit sein, eine Niederlage zu akzeptieren und die Schuld dafür zu allererst bei sich zu suchen. Nachträgliche Seitenhiebe auf den Gewinner verbunden mit Wählerdiffamierung sind hier fehl am Platze. Vor langer Zeit gehörte es auch mal zum Usus, dass das verantwortliche Personal der unterlegenen Parteien nach Bekanntgabe der Ergebnisse als Konsequenz der Niederlage seinen Rücktritt erklärte. Damit sollte frischen Kräften die Möglichkeit zu einem Neuanfang und einem möglichen Strategiewechsel gegeben werden. Auf solche Rituale wartet man heute größtenteils vergebens. Meistens wird zwar ein Politikwechsel verkündet, den wollen die vom Wähler Abgestraften jedoch selber vollziehen. Es anderen zu überlassen, lehnen sie gewissermaßen als „Feigheit vor dem Feind“ ab.
Aktuell ist eine weitere Spielart dieser Posse hinzugekommen. Der abgewählte Politiker kündigt seinen Rücktritt vom Parteivorsitz an, will auch nicht mehr für das Regierungsamt kandidieren, lässt sich aber im selben Atemzug zum Fraktionsvorsitzenden seiner Partei wählen. Übrigens mit einem sehr knappe Ergebnis.
Politisch und rechtlich scheint das zulässig zu sein, moralisch hat es jedoch ein Geschmäckle. Zudem besteht jetzt die Gefahr, dass Angehörige der eigenen Fraktion, verärgert über diesen offensichtlichen Fauxpas, die Partei verlassen und zum Wettbewerber überlaufen oder ihn zumindest bei der nächsten Abstimmung eine Mehrheit verschaffen.
Damit würde die gesamte Aktion gewaltig nach hinten losgehen und der bitteren Wahlniederlage eine weitere Pointe hinzufügen.
Lassen wir uns überraschen, wie das Drama ausgeht!
Es ist immer wieder schön, miterleben zu dürfen, wenn die Ermahnungs- und Erziehungsappelle der Allwissenden über das gemeine Volk schwappen. Wenn die elitären Erziehungsapostel mit hocherhobenen Zeigefinger durch die gängigen Medien geistern und unisono etwas als alternativlos und nicht hinterfragbar verkünden. Bei ihren Jüngern, meistens Zeitgenossen, die sich das selbstständige Denken abgewöhnt haben oder nie über diese Fähigkeit verfügten, stoßen sie immer auf Begeisterung. Ihnen können sie das Blaue vom Himmel herunterphilosophieren, ohne befürchten zu müssen, jemals Widerspruch hervorzurufen. Schade nur für sie, dass diese disziplinierte Gemeinde ständig kleiner wird.
Anders sieht es dagegen bei denen aus, die die Hosen nicht mit der Kneifzange anziehen. Sie lassen sich nicht so schnell ein X für ein U vormachen. Im Laufe ihres Lebens haben sie genügend Erfahrung gesammelt oder sich genügend Wissen angeeignet oder auch beides, um viele Dinge, die wie Doktrinen herausposaunt werden, erst einmal auf Herz und Nieren zu prüfen, bevor sie ihnen Glauben schenken. Meist stellt sich heraus, dass deren Wahrheitsgehalt nicht besonders hoch ist und es durchaus Sinn macht, alles zu hinterfragen, was da so als allein richtige Erkenntnis präsentiert wird.
Eine solche Renitenz stößt natürlich auf wenig Gegenliebe. Deshalb verwundert es nicht, dass dagegen schwere Geschütze aufgefahren werden. Hauptsächlich richten sich deren Rohre gegen die Medien, die es wagen, anders als der Mainstream zu berichten. Denn sie sind die Quellen, aus denen die Skeptiker ihre Informationen speisen. Sie müssen zum Versiegen gebracht werden. Ohne neuen Wissenszufluss, so die mögliche Spekulation, könnte ein erheblicher Teil der Abtrünnigen ins Abseits geraten und damit als Widersacher verschwinden.
Ob diese Strategie aufgeht, muss abgewartet werden. Besser wäre es natürlich, sie würde scheitern

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