Hier gibt's Satire und Spaß von Kater Moritz gewürzt mit viel Ironie!

Kater
Kater Moritz steckt voller KI (Kater-Intelligenz) und Emotionen.
Beides muss er hier als Satire herauslassen, sonst würde er angesichts der aktuellen Zustände platzen.

April 2024

Zu einer richtigen Dorfidylle gehört der Bauer, der am frühen Morgen die Pferde einspannt, und zum Futterholen fährt. Auf den taunassen Wiesen mähte er das Gras mit der Sense, gabelte es auf den Wagen und fuhr es als Grünfutter ein. Oder es blieb auf der Wiese liegen, wurde breitgestreut, später gewendet bis die Sonne es zu Heu getrocknet hatte und es in der Scheune eingelagert werden konnte. Diese bäuerliche Beschäftigung war ein Knochenjob.
Heute tut sich das kaum noch jemand an.
Jetzt werden die großen Schläge mit klimatisierten Traktoren gemäht, in denen zwar noch ein Fahrer sitzt, dem aber bei der früher schweißtreibenden Arbeit nicht einmal mehr die Stirn feucht glänzt. Und über die kleinen Rasenflächen flitzen heutzutage Mähroboter. Sie halten das Gras kurz, egal ob gerade die Hitze brütet oder der Regen fällt. Das Gemähte bleibt ohnehin liegen und verrottet, niemand braucht es.
Die Ställe, in denen noch vor zwei Generationen Pferd, Rind, Schaf und Schwein eingestellt waren, sind längst zu Garagen geworden oder beherbergen in der Saison Feriengäste.
So gehen alte Traditionen langsam verloren.
Für diejenigen, die von der schweren Schufterei befreit sind, ist es ein Segen. Aber es wäre nicht verkehrt, wenn die nachwachsenden Generationen mal in den Alltag ihrer bäuerlichen Vorfahren hineinschnuppern könnte.
Vielleicht würden sie dadurch eine andere Sicht auf die Dinge bekommen und manches wertschätzen, über das sie sonst überheblich hinweggrinsen?
Es liest sich fast wie blanke Ironie: Eine Ministerin zerschlägt wie ein Elefant im Porzellanladen diplomatisches Porzellan und bekommt dafür (beinah) 20 000 Elefanten aufgebrummt.
Das zeigt mal wieder, wie schnell der Gutmensch mit seiner hohen Moral Schiffbruch erleiden kann, wenn er unbedingt jeden mit seinen Idealen beglücken will. Dabei gibt es zum Glück noch genügend Verstand auf der Welt, der diesem Getue Einhalt gebietet.
Allerdings ist nicht gesagt, dass der Vorschlag die besagten Dickhäuter Deutschland zu schenken, bei den Verantwortlichen zum Nachdenken führt. Eher muss man befürchten, dass sie so sehr von ihrem Weltrettungswahn besessen sind, dass sie den von ihnen Gemaßregelten vielleicht noch übelnehmen, so unwirsch reagiert zu haben.
Offensichtlich lautet die Diagnose in einem solchen Fall: vollkommene Beratungsresistenz gepaart mit Realitätsverweigerung.
Von derartigen „Kräften“ regiert zu werden, ist für den Bürger alles andere als beruhigend.
Hier lauert im Hintergrund wahrscheinlich noch jede Menge Potenzial, auch weiterhin gezielt Porzellan zu zerschlagen.
Wenn 365/366-mal im Jahr 1. April (Scherztag) wäre, könnte man die aktuellen Gegebenheiten ja mit Gelassenheit ertragen. An einem solchen Tag erwartet niemand intellektuelle Höchstleistungen.
Da es den 1. April aber nur einmal im Jahr gibt und an den restlichen Tagen trotzdem von offizieller Seite jede Menge Blödsinn verzapft wird, muss jeder mit gesundem Menschenverstand ausgestattete Zeitgenosse wohl oder übel ins Grübeln kommen, welchem Zweck diese Realsatire dient.
Ist es nur ein Aufeinandertreffen beliebiger ungünstiger Zufälle, die die Gesellschaft in die Bredouille gebracht hat oder steckt ein Plan dahinter? Die Antworten auf diese Frage werden unterschiedlich ausfallen, weil darauf viele Reime möglich sind. Allerdings wird nur eine hartgesottene Minderheit der Meinung sein, dass das Alles rein zufällig geschieht bzw. rechtens ist. Alle anderen, die oft den Titel „Verschwörungstheoretiker“ mit sich herumschleppen müssen, haben ganz andere Erklärungen parat, die leider ziemlich logisch und realistisch daherkommen und keineswegs ins Reich der finsteren Mächte gehören.
Befürworter und Kritiker des Dilemmas spielen in zwei verschiedenen Teams. Und egal, mit welchem Ergebnis das Match endet, in das beide Parteien verwickelt sind, am Ende haben alle das auszubaden, was damit heraufbeschwört wird.

Mehr Satire vom Kater gibt's im Archiv!