Hier gibt's Satire und Spaß von Kater Moritz gewürzt mit viel Ironie!

Kater
Kater Moritz steckt voller KI (Kater-Intelligenz) und Emotionen.
Beides muss er hier als Satire herauslassen, sonst würde er angesichts der aktuellen Zustände platzen.

April 2025

„Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen“, soll Mark Twain einmal gesagt haben. Dass da etwas Wahres dran ist, erlebt man jeden Tag beim Wetter, denn selten ist das so, wie es 24 Stunden vorher vorausgesagt wurde. Dabei verfügen die Wetterfrösche über technische Möglichkeiten, die das ständige Irren eigentlich ausschließen sollten.
Den unsicheren Wetterkantonisten stehen Politiker, Wirtschaftslenker und der ihn angeschlossene Tross in nichts nach. Obwohl man bei denen argwöhnen muss, dass sie absichtlich Nonsens verbreiten, um die Wähler und die Arbeitnehmerschaft bei der Stange zu halten. Würden sie ihre wahren Ziele und Absichten öffentlich propagieren, wäre es sicherlich mit der Wiederwahl oder schlimmstenfalls mit der Ruhe im Lande schnell vorbei. Unter diesen Umständen rechtfertigen sich jede Wählertäuschung und jede Notlüge.
Ärgerlich ist es nur, dass irgendwann selbst die gutgläubigsten Schlafschafe munter werden und eventuell Fragen stellen, die sich nicht so einfach mit weiteren Lügen beantworten lassen. Dann muss ganz schnell ein Ablenkungsmanöver her.
Voraussichtliche Katastrophen und Bedrohungen von innen und außen eignen sich in solchen Fällen besonders gut, die Deutungshoheit abzusichern. Von diesen Szenarien wird ja momentan reger Gebrauch gemacht. Wer sie für bare Münze nimmt, sie nicht hinterfragt, wird vor lauter Angstzuständen kaum noch zum Leben kommen.
Zudem bieten sie auch noch die Möglichkeit, reale Gefahren vom Radar zu verbannen. Elefanten, die riesengroß im Raum stehen, können unsichtbar gemacht, während harmlose Mücken zur Dickhäutergröße aufgeblasen werden.
Dass diese Spielchen auch in der heutigen Zeit so wunderbar funktionieren, wirft kein gutes Licht auf den Intellekt der Zeitgenossen, die das nicht hinterfrage. Aber zum Glück kann man ja sagen, dass es auch heute noch kritische Geister gibt.
Marode Brücken. Marode Straßen. Marode Schienen. Marode Wasserwege. Um sich diese vielen Aufzählungen zu ersparen, kann man die gesamte Infrastruktur für marode erklären, und diese Verkürzung würde den Nagel ziemlich genau auf den Kopf treffen. Denn bei Lichte betrachtet liegt so ziemlich alles im Lande am Boden. Und das nicht wegen einem Krieg, wie 1945. Oder wegen 40 Jahren Sozialismus, wie 1989 in der DDR. Sondern aus dem einzigen Grund, dass die sogenannten Eliten in Politik und Wirtschaft offensichtlich den Überblick über die Situation im Lande verloren haben.
Statt sich mit den realen Problemen zu beschäftigen, erfinden sie ständig neue, die zwar sehr den potemkinschen Dörfern ähneln, aber mit einer Vehemenz „bekämpft“ werden, als könnten sie tatsächlich zum Weltuntergang führen. Dass die MSN-Medien diese Narrative gebetsmühlenartig wiederholen und furchterregende Szenarien davon zeichnen, führt letztendlich dazu, dass ein Teil der Bevölkerung von deren Wahrheitsgehalt überzeugt ist. Welche Auswirkungen das hat, lässt sich täglich verfolgen.
Zwar gibt es genügend Experten, die ihren Job verstehen und deren Entwarnungen bezüglich der Untergangserzählungen fundiert sind, doch leider wird denen kaum eine Plattform zum Kommunizieren geboten. Außerdem pappt man ihnen von Seiten der „Eliten“ gerne ein Etikett an, das ihre Reputation in Zweifel ziehen soll.
Während die meinungsbildenden Kreise im Lande ausgiebig mit den obigen Grabenkämpfen beschäftigt sind, öffnen sie den maroden Zuständen Tür und Angel. Und wenn das Elend soweit fortgeschritten ist, dass es sich nicht mehr unter den Teppich kehren lässt, werden Erklärungen zusammengeschustert, die einen oder gar mehrere Schuldige an den Pranger stellen, die aber, bei genauem Hinsehen, für die Misere gar nicht verantwortlich gemacht werden können.
Mal sehen, wie lange diese Inszenierung noch funktioniert?
„April, April!“ Wenn man mit diesem Spruch geneckt wird, weiß man, dass der 1. April angebrochen ist, der Tag, an dem auf Teufel komm raus, veralbert wird. Dabei kann es passieren, dass es nur ein harmloser Scherz ist, den sich da jemand ausgedacht hat. Mancher Humor ist allerdings auch schwärzer als schwarz und kann den damit Konfrontierten ganz schön den Tag verderben.
Im Zwischenmenschlichen und Privatem sind solche kleinen Gemeinheiten nicht tragisch. Anders sieht es schon aus, wenn der normale Bürger den Eindruck gewinnen muss, von der Politik mit Aprilscherzen überhäuft zu werden und das nicht nur am 1. April, sondern gefühlt das ganze Jahr. Wenn die Leute, die von Steuergeldern fürstlich alimentiert werden, plötzlich dem Wahn verfallen, sie könnten ihre Wähler nach Belieben verarschen, ohne dass die das merken oder gutheißen, läuft etwas schief im Staate.
Natürlich schießt jeder mal einen Bock. Davor ist auch keine Regierung gefeit. Allerdings sollte ein derartiges Gremium über ausreichende Kontrollinstanzen verfügen, deren einzige Aufgabe es ist, grobe Fehler im Voraus zu verhindern. Kommt es dann doch einmal zu einer Panne, obliegt es dem Regierungsapparat, sofort darauf zu reagieren, um den Schaden zu begrenzen.
Soweit die Theorie. In der Praxis ist es ja mittlerweile so, dass sich der Staat für unfehlbar hält. (Früher sang man zur Untermalung des Ganzen das schöne Lied „Die Partei, die Partei hat immer recht!“) Wenn man diesen Denkansatz konsequent weiterspinnt, kommt man gezwungenermaßen zu der Einsicht, selbst der größte Blödsinn, der momentan ausgeheckt wird, ist kein Versehen, sondern so gewollt.
Und das sorgt für Angstschweiß auf der Stirn. Nicht nur am 1.April, sondern 365 x im Jahr!

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