Jason wusste nicht mehr, zum wievielten Male er vor diesem blauen Rechteck stand, seit ihn der Text aus dem verstaubten Buch hierhergeführt hatte. Das Blau sah aus wie eine Tür, die den Zugang zu etwas Verbotenem verschloss. Und auch der Inhalt des Textes ließ vermuten, dass sich dahinter etwas Unheimliches verbergen musste. Trotz oder gerade wegen der Ungewissheit darüber, was ihn jenseits der Barriere erwarten könnte, zog ihn dieser Ort magisch an.
Überhaupt hatte das Buch eine Neugier in ihm geweckt, vor der er sein bisheriges Leben verschont geblieben war. Es erzählte von Ereignissen und Dingen, die erst in einer sehr entfernten Zukunft stattzufinden schienen, doch gleichzeitig las es sich so, als wäre das alles schon geschehen. Es beschrieb ihm bekannte Orte so, dass er sich völlig fremd in ihnen vorkam, obwohl er ahnte, dass es dort einmal so gewesen sein könnte bzw. einmal so sein würde. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wirbelten durcheinander bis jeder Unterschied verloren ging. Am faszinierendsten empfand er die Abschnitte, die über scheinbar Alltägliches berichteten.
Die Finsternis wurde im Buch nicht mit Fackeln oder Kerzenschein zurückgedrängt, sondern dazu berührte man kleine Plättchen, die meist auf Brusthöhe neben den Türen angebracht waren. Nach dem Berühren flammten Glasgebilde auf und erhellten die Räume mit einem Licht, das Fackeln und Kerzen weit übertraf. Überwiegend hingen diese Gebilde von den Decken herab. Eigenartigerweise schienen sie nicht von ihren Flammen verzehrt worden zu sein, denn einige von ihnen gab es noch immer, nur zum Leuchten konnten sie nicht mehr gebracht werden. Was diese Helligkeit verursachte und speiste blieb ein Rätsel.
Es wurden auch die Funktionen der gelegentlich noch auffindbaren, von einer dicken Staubschicht bedeckten, flachen Geräte erläutert. Auf ihren einstmals glänzenden Oberflächen sollten angeblich Bewegtbilder abgelaufen sein, oder ihre Benutzer konnten auf ihnen Informationen abrufen, die an einem weit entfernten Ort abgespeichert waren. Aber auch hier fehlte die Erklärung dafür, welche Kräfte solche Dinge möglich gemacht hatten.
Eigentlich konnte alles Technische, was in dem Buch Erwähnung fand, nur deshalb seinen Dienst tun, weil es von einem für Jason unvorstellbarem Etwas dazu in die Lage versetzt worden war. Je länger er sich mit dieser Problematik beschäftigte, desto überzeugender erschien ihm die Wahrscheinlichkeit, dass er hinter dem blauen Rechteck eine Antwort auf seine Frage nach dem „Wie“ finden würde. Also musste er endlich das Wagnis eingehen, dieses Hindernis zu überwinden.
Dabei ging er vorsichtig zu Werke. Als er das Blau mit den Händen abtastete, spürte er keinen Widerstand. Im Gegenteil. Sobald seine Finger hineinglitten, wich die diffuse Wand zurück. Sie gab den Blick auf eine Welt frei, die sich völlig von der seinen unterschied. Anstelle der gewöhnten Düsternis traf seine Augen ein gleißendes Licht, das sie blendete. Es dauerte eine geraume Zeit, bis er wieder etwas erkennen konnte. Alles schien grün zu sein. Nur hoch oben, wo seine Welt von einem grauen steinernen Gewölbe begrenzt wurde, erstreckte sich eine endlose Weite in strahlendem Blau, das dem Blau des Rechteckes glich, das er für unüberwindbar gehalten hatte.
Jason erkannte, dass ihn in dieser Welt nicht nur Antworten, sondern jede Menge weiterer Fragen erwarten würden. Doch er war bereit, sich beiden zu stellen und so trat er entschlossen aus seiner Welt heraus.
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Überhaupt hatte das Buch eine Neugier in ihm geweckt, vor der er sein bisheriges Leben verschont geblieben war. Es erzählte von Ereignissen und Dingen, die erst in einer sehr entfernten Zukunft stattzufinden schienen, doch gleichzeitig las es sich so, als wäre das alles schon geschehen. Es beschrieb ihm bekannte Orte so, dass er sich völlig fremd in ihnen vorkam, obwohl er ahnte, dass es dort einmal so gewesen sein könnte bzw. einmal so sein würde. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wirbelten durcheinander bis jeder Unterschied verloren ging. Am faszinierendsten empfand er die Abschnitte, die über scheinbar Alltägliches berichteten.
Die Finsternis wurde im Buch nicht mit Fackeln oder Kerzenschein zurückgedrängt, sondern dazu berührte man kleine Plättchen, die meist auf Brusthöhe neben den Türen angebracht waren. Nach dem Berühren flammten Glasgebilde auf und erhellten die Räume mit einem Licht, das Fackeln und Kerzen weit übertraf. Überwiegend hingen diese Gebilde von den Decken herab. Eigenartigerweise schienen sie nicht von ihren Flammen verzehrt worden zu sein, denn einige von ihnen gab es noch immer, nur zum Leuchten konnten sie nicht mehr gebracht werden. Was diese Helligkeit verursachte und speiste blieb ein Rätsel.
Es wurden auch die Funktionen der gelegentlich noch auffindbaren, von einer dicken Staubschicht bedeckten, flachen Geräte erläutert. Auf ihren einstmals glänzenden Oberflächen sollten angeblich Bewegtbilder abgelaufen sein, oder ihre Benutzer konnten auf ihnen Informationen abrufen, die an einem weit entfernten Ort abgespeichert waren. Aber auch hier fehlte die Erklärung dafür, welche Kräfte solche Dinge möglich gemacht hatten.
Eigentlich konnte alles Technische, was in dem Buch Erwähnung fand, nur deshalb seinen Dienst tun, weil es von einem für Jason unvorstellbarem Etwas dazu in die Lage versetzt worden war. Je länger er sich mit dieser Problematik beschäftigte, desto überzeugender erschien ihm die Wahrscheinlichkeit, dass er hinter dem blauen Rechteck eine Antwort auf seine Frage nach dem „Wie“ finden würde. Also musste er endlich das Wagnis eingehen, dieses Hindernis zu überwinden.
Dabei ging er vorsichtig zu Werke. Als er das Blau mit den Händen abtastete, spürte er keinen Widerstand. Im Gegenteil. Sobald seine Finger hineinglitten, wich die diffuse Wand zurück. Sie gab den Blick auf eine Welt frei, die sich völlig von der seinen unterschied. Anstelle der gewöhnten Düsternis traf seine Augen ein gleißendes Licht, das sie blendete. Es dauerte eine geraume Zeit, bis er wieder etwas erkennen konnte. Alles schien grün zu sein. Nur hoch oben, wo seine Welt von einem grauen steinernen Gewölbe begrenzt wurde, erstreckte sich eine endlose Weite in strahlendem Blau, das dem Blau des Rechteckes glich, das er für unüberwindbar gehalten hatte.
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