Noch bevor Mirelle das Wasser berührte, glitten die Wellen auseinander, gewährten ihr Einlass in das feuchte Reich und schlugen, sobald ihr Körper tief genug gesunken war, schützend über der Meerjungfrau zusammen.
Dort, wo sich die Fluten eben geöffnet hatten, schaukelten ein paar Schaumkronen friedlich im Sonnenlicht. Wäre es nach Mirelles Gefühlen gegangen, die in ihrer Brust tobten und das Herz schmerzlich traktierten, müsste an der Meeresoberfläche bereits ein furchtbarer Sturm die Wellen meterhoch aufpeitschen. Doch sie gestattete es ihrem Zorn noch nicht, das feuchte Element zum Rasen zu bringen.
Dabei hätte das einer der schönsten Tage ihres Lebens werden sollen. Heiter und beschwingt war sie dem Ozean entstiegen. Als ihre Füße im Sand des Strandes versanken, schienen tausend Schmetterlinge in ihrem Bauch durcheinander zu wirbeln. Frühlingsgefühle ließen sie laut aufjauchzen.
Sie war der einsamen Gestalt, die sich dem Ufer näherte, aufgeregt entgegengelaufen, wohl wissend, dass das nur der Fischer sein konnte, auf den sie so sehnsüchtig gewartet hatte. Als sie ihn erreichte, schlang sie die Arme um seinen Hals, bedeckte sein Gesicht mit Küssen und sprudelte, wenn sich ihre Lippen einmal von seinen Wangen und seinem Mund lösten, ihre Vorstellungen von der gemeinsamen Zukunft heraus.
In ihrem Überschwang entging Mirelle, dass sich die Mine des Fischers bei jedem ihrer Worte verdüsterte. Schließlich packte er sie bei den Schultern und schob sie vorsichtig von sich. Erst jetzt erkannte sie den Schmerz in seinen Zügen. Er schüttelte mit dem Kopf. „Ich kann meine Frau und meine Kinder nicht verlassen“, war das Einzige, was er ihr zu sagen hatte. Sie stieß einen Schrei aus, der der nächsten Welle, die an den Stand rollte, ein drohendes Grollen entlockte.
Ihre Fäuste trommelten gegen seine Brust. Tränen der Verzweiflung und der Wut schossen ihr aus den Augen. Noch einmal versuchte sie, alles, was vor ihnen lag, mit den schönsten Worten zu beschreiben. Doch sein Gesichtsausdruck blieb unverändert und mehr als ein weiteres Kopfschütteln gab er ihr nicht zur Antwort. Da riss sie sich von ihm los. Stürmte zurück zum Meer.
Während sie immer tiefer sank, wusste sie, was zu tun war, um doch noch an ihr Ziel zu gelangen. Eine Welle sollte über die Insel hinwegfegen, die den Geliebten seiner Familie entreißen und ihn zu Mirelles ewigen Eigentum machen würde.
NÄCHSTE GESCHICHTE >>>
Dort, wo sich die Fluten eben geöffnet hatten, schaukelten ein paar Schaumkronen friedlich im Sonnenlicht. Wäre es nach Mirelles Gefühlen gegangen, die in ihrer Brust tobten und das Herz schmerzlich traktierten, müsste an der Meeresoberfläche bereits ein furchtbarer Sturm die Wellen meterhoch aufpeitschen. Doch sie gestattete es ihrem Zorn noch nicht, das feuchte Element zum Rasen zu bringen.
Dabei hätte das einer der schönsten Tage ihres Lebens werden sollen. Heiter und beschwingt war sie dem Ozean entstiegen. Als ihre Füße im Sand des Strandes versanken, schienen tausend Schmetterlinge in ihrem Bauch durcheinander zu wirbeln. Frühlingsgefühle ließen sie laut aufjauchzen.
Sie war der einsamen Gestalt, die sich dem Ufer näherte, aufgeregt entgegengelaufen, wohl wissend, dass das nur der Fischer sein konnte, auf den sie so sehnsüchtig gewartet hatte. Als sie ihn erreichte, schlang sie die Arme um seinen Hals, bedeckte sein Gesicht mit Küssen und sprudelte, wenn sich ihre Lippen einmal von seinen Wangen und seinem Mund lösten, ihre Vorstellungen von der gemeinsamen Zukunft heraus.
In ihrem Überschwang entging Mirelle, dass sich die Mine des Fischers bei jedem ihrer Worte verdüsterte. Schließlich packte er sie bei den Schultern und schob sie vorsichtig von sich. Erst jetzt erkannte sie den Schmerz in seinen Zügen. Er schüttelte mit dem Kopf. „Ich kann meine Frau und meine Kinder nicht verlassen“, war das Einzige, was er ihr zu sagen hatte. Sie stieß einen Schrei aus, der der nächsten Welle, die an den Stand rollte, ein drohendes Grollen entlockte.
Ihre Fäuste trommelten gegen seine Brust. Tränen der Verzweiflung und der Wut schossen ihr aus den Augen. Noch einmal versuchte sie, alles, was vor ihnen lag, mit den schönsten Worten zu beschreiben. Doch sein Gesichtsausdruck blieb unverändert und mehr als ein weiteres Kopfschütteln gab er ihr nicht zur Antwort. Da riss sie sich von ihm los. Stürmte zurück zum Meer.
Während sie immer tiefer sank, wusste sie, was zu tun war, um doch noch an ihr Ziel zu gelangen. Eine Welle sollte über die Insel hinwegfegen, die den Geliebten seiner Familie entreißen und ihn zu Mirelles ewigen Eigentum machen würde.
NÄCHSTE GESCHICHTE >>>
Ihnen hat die Geschichte gefallen und Sie möchten gerne weitere Fantasy-Stories lesen?
Dann würden wir uns freuen, wenn Sie uns mit einem finanziellen Beitrag unterstützen würden, damit wir diese Serie leichter fortsetzen können.
Bitte klicken Sie hier, um zu den Zahlungsinformationen zu gelangen.
Vielen Dank!
Dann würden wir uns freuen, wenn Sie uns mit einem finanziellen Beitrag unterstützen würden, damit wir diese Serie leichter fortsetzen können.
Bitte klicken Sie hier, um zu den Zahlungsinformationen zu gelangen.
Vielen Dank!
