Henry stand vor dem Steinhaufen und kratzte sich am Kinn. Ähnlich wie vor fünf Minuten, als er aus einigen Metern Entfernung drei Fotos von dem Geröllberg gemacht hatte, ließ sich auch aus der Nähe nichts Geheimnisvolles in die übereinander gestürzten Felsbrocken hineininterpretieren.
Gut, die Fotos würde er mit den Filtern und Effekten seiner Bildbearbeitungssoftware schon aufpeppen können. Aber jetzt brauchte er noch eine halbwegs fesselnde Geschichte, um diese tektonischen Abfallhalde in eine mystische Aura zu hüllen. Schließlich wollte er mit seinem ersten Beitrag, den er auf dieser Social-Media-Plattform zu posten beabsichtigte, auch ein bisschen Aufmerksamkeit erzielen.
Und unter dem Hashtag verymysticmonday sollte laut den Initiatoren der Challenge vor allem viel Mysteriöses zu sehen und zu lesen sein. Als er sich zum zweiten Mal am Kinn kratze, flackerte eine Idee in ihm auf. Er suchte nach einem Steinbrocken, der sich zum Sitzen eignete, fuhr sein Tablet hoch und begann die Tasten und seinen Grips zu malträtieren.
Aus der Höhle machte er ein legendenumwobenes Gewölbe, das vor Tausenden von Jahren Außerirdische angelegt hatten. Die eingestürzte Decke schrieb er einem missglückten Landemanöver zu, bei dem ein exterrestrisches Raumschiff statt neben dem Gewölbe genau über ihn gelandet war, was dazu geführt hatte, dass das Gestein unter der tonnenschweren Last des futuristischen Gefährts einbrach. Die Erde verschlang quasi ihre Besucher samt ihrer Technik.
Infolge dieser Katastrophe mussten die galaktischen Besucher einen neuen Standort für ihre Basis auswählen. Doch da sie nicht alle Gerätschaften unter den Trümmern bergen konnten, befanden sich diese noch heute vor Ort und er würde derjenige sein, der sie wieder zum Vorschein brächte. Über die Fortschritte seiner Suche wollte er ständig informieren. Damit war die Grundlage für eine Endlosfortsetzung seiner Berichterstattung geschaffen.
Er war so in sein Schreiben vertieft, dass er erst spät bemerkte, welche Veränderungen plötzlich um ihn herum vonstattengingen. Die Geröllbrocken formierten sich zu massiver Materie. Aus der Vielzahl der Gesteinssplitter wurden einige wenige kompakte Teile, an denen zu erkennen war, welche ursprüngliche Gestalt sie einst gebildet hatten. Nach dem Ende dieses Prozesses kristallisierte sich heraus, dass sich hier tatsächlich eine prähistorische Katastrophe ereignet haben musste, aber eine gänzlich andere, als er sie gerade beschrieben hatte.
Als ihm dies Erkenntnis dämmerte, löschte er den eben verfassten Text und machte sich daran, eine neue Geschichte zu erzählen, die der ersteren an Dramatik in nichts nachstand. Und die zudem nicht seiner Fantasie entsprungen sein würde, sondern ein tatsächliches stattgefundenes Ereignis nachzeichnete.
NÄCHSTE GESCHICHTE >>>
Gut, die Fotos würde er mit den Filtern und Effekten seiner Bildbearbeitungssoftware schon aufpeppen können. Aber jetzt brauchte er noch eine halbwegs fesselnde Geschichte, um diese tektonischen Abfallhalde in eine mystische Aura zu hüllen. Schließlich wollte er mit seinem ersten Beitrag, den er auf dieser Social-Media-Plattform zu posten beabsichtigte, auch ein bisschen Aufmerksamkeit erzielen.
Und unter dem Hashtag verymysticmonday sollte laut den Initiatoren der Challenge vor allem viel Mysteriöses zu sehen und zu lesen sein. Als er sich zum zweiten Mal am Kinn kratze, flackerte eine Idee in ihm auf. Er suchte nach einem Steinbrocken, der sich zum Sitzen eignete, fuhr sein Tablet hoch und begann die Tasten und seinen Grips zu malträtieren.
Aus der Höhle machte er ein legendenumwobenes Gewölbe, das vor Tausenden von Jahren Außerirdische angelegt hatten. Die eingestürzte Decke schrieb er einem missglückten Landemanöver zu, bei dem ein exterrestrisches Raumschiff statt neben dem Gewölbe genau über ihn gelandet war, was dazu geführt hatte, dass das Gestein unter der tonnenschweren Last des futuristischen Gefährts einbrach. Die Erde verschlang quasi ihre Besucher samt ihrer Technik.
Infolge dieser Katastrophe mussten die galaktischen Besucher einen neuen Standort für ihre Basis auswählen. Doch da sie nicht alle Gerätschaften unter den Trümmern bergen konnten, befanden sich diese noch heute vor Ort und er würde derjenige sein, der sie wieder zum Vorschein brächte. Über die Fortschritte seiner Suche wollte er ständig informieren. Damit war die Grundlage für eine Endlosfortsetzung seiner Berichterstattung geschaffen.
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