Faroma betrachtete beide Teile des steinernen Rundbogens. Der linke war noch intakt. Am rechten fehlte die Spitze. Irgendwo hatte sie etwas Ähnliches schon einmal gesehen, es wollte ihr nur nicht einfallen wo.
Gwynthia trat neben sie und klopfte ihr auf die Schulter. „Na, erinnert dich das an etwas?“
Die Gefährtin wusste scheinbar genau, an welchem Ort sich ein fast identisches Abbild dieses Bauwerkes befand. Statt zu antworten, schüttelte Faroma nur den Kopf.
„Der Pferdefelsen der Ragusa wird von dem gleichen Symbol gekrönt“, half ihr Gwynthia auf die Sprünge. „Und die Burg dort drüben ist der Stammsitz des Ragusa-Fürsten. Ich dachte, wir sollten ihn besuchen, um ihn darüber aufzuklären, warum wir uns zwei seiner Reittiere geliehen haben.“
„Deshalb wolltest du unbedingt hier her?“
Diesmal blieb Gwynthia die Antwort schuldig. Ihre Blicke wanderten zu der zerstörten Hälfte des Portals. Auf ihrem Gesicht entdeckte Faroma plötzlich eine Sorgenfalte. „Hier stimmt etwas nicht“, sinnierte Gwynthia. Wie um ihre Vermutung zu bestätigen, ertönte von rechts ein Schrei.
Hinter einem Felsbrocken sprang ein bärtiger Krieger mit gezücktem Schwert hervor. Zwei weitere Angreifer folgten ihm.
Faroma hatte nicht den Eindruck, dass Worte sie zum Einhalt bringen konnten, deshalb fuhr ihre Hand zum Gürtel, in dem ein Dolch steckte. Mit einer fließenden Bewegung riss sie die Waffe hervor und schleuderte sie dem ersten Widersacher entgegen. Als sich die Klinge in seinen Hals bohrte, ließ er das Schwert fallen, stolperte noch ein paar Schritte weiter, dann brach er zusammen.
Die beiden anderen Gegner stockten kurz in ihrem Lauf. Diesen Moment nutze Faroma, um ihr Schwert, das sie auf dem Rücken trug, aus der Scheide zu ziehen. Sie fing den Schwerthieb des zweiten Angreifers ab. Gleichzeitig sprang sie zur Seite, so dass der dritte Feind, der sie mit einem Spieß durchbohren wollte, ins Leere stieß. Der Schwung, den er in seinen Stoß gelegt hatte, brachte ihn ins Taumeln. Sie trat nach ihm und ihre Stiefelspitze erwischte sein Schienenbein. Er kam zu Fall.
Währenddessen richtete sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf den Schwertmann, der einen gezielten Schlag gegen ihren Kopf führte. Geistesgegenwärtig ließ sie sich auf den Rücken fallen und hörte den Stahl über sich hinwegzischen. Da der Krieger dicht vor ihr stand, konnte sie mit ihren Füßen zwischen die seinen hakeln. Er verlor den Halt und kippte nach vorn in ihr hochgestrecktes Schwert. Faroma rollte sich nach links, um nicht unter ihn zu geraten, schaffte es aber nicht mehr, die Waffe aus dem noch zuckenden Körper zu reißen. Sie sprang auf. Jetzt stand sie jedoch mit bloßen Händen dem letzten Kämpfer gegenüber, der ebenfalls schnell wieder auf die Beine gekommen war und dabei seinen Spieß umklammert hielt. Schon überlegte sie, sich auf ihn zu stürzen. Doch das funkelnde Metall der Speerspitze, das ihren Bewegungen folgte, verhinderte das. Jeden Moment konnte der Stoß erfolgen und diesmal schien es ziemlich unwahrscheinlich zu sein, dass es für sie ein Ausweichen gab.
Mit kleinen vorsichtigen Schritten umkreiste sie den Krieger, der es wohl genoss, die Zeit in die Länge zu ziehen, bis er sie niederzustrecken gedachte. Dabei trat sie auf einen faustgroßen Stein, der unter ihren Sohlen ein Stück wegkullerte. Ihr kam ein Gedanke, der zwar aussichtslos schien, aber da sie ohnehin nichts mehr zu verlieren hatte, konnte sie ihn auch reifen lassen. Zuerst begann sie mit den Händen herumzufuchteln, um den Mann abzulenken. Gleichzeitig schob sie ihre Stiefelspitze unter den Stein, bis er schwer auf ihren Zehen ruhte. Dann riss sie das Bein hoch und kickte den Brocken in Richtung Gesicht des Kriegers, wo er unterhalb der Nase einschlug.
Ein eigenartiges Knirschen verriet ihr, dass mindestens ein Zahn unter der Wucht des Geschosses aus dem Kiefer brach. Der Mann schrie auf, stach aber trotzdem mit dem Spieß zu. Allerdings verfehlte die Spitze Faromas Brust. Stattdessen kratzte sie nur leicht über ihre linke Schulter. Sofort krallten sich ihre Finger um den Schaft der Waffe und sie rammte dem Mann deren stumpfes Ende in den offenen Mund. Röchelnd sank er zu Boden.
Erst jetzt fragte sie sich, warum Gwynthia ihr bei dem Kampf nicht zur Hilfe geeilt war. Suchend schaute sie sich nach der Gefährtin um. Die stand zehn Schritte entfernt, den Bogen schussbereit in den Händen. Auf der Sehne ruhte der letzte Pfeil, die anderen steckten in fünf leblosen Körpern, die über den linken Abschnitt des Schlachtfeldes verteilt lagen.
Faroma zog ihr Schwert aus der Leiche des Gegners, wischte es an seinem Mantel sauber und steckte es zurück in die Scheide. Mit dem Spieß bewaffnet trat sie zu Gwynthia. Sie stellten sich Rücken an Rücken und warteten auf den nächsten Angriff.
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Gwynthia trat neben sie und klopfte ihr auf die Schulter. „Na, erinnert dich das an etwas?“
Die Gefährtin wusste scheinbar genau, an welchem Ort sich ein fast identisches Abbild dieses Bauwerkes befand. Statt zu antworten, schüttelte Faroma nur den Kopf.
„Der Pferdefelsen der Ragusa wird von dem gleichen Symbol gekrönt“, half ihr Gwynthia auf die Sprünge. „Und die Burg dort drüben ist der Stammsitz des Ragusa-Fürsten. Ich dachte, wir sollten ihn besuchen, um ihn darüber aufzuklären, warum wir uns zwei seiner Reittiere geliehen haben.“
„Deshalb wolltest du unbedingt hier her?“
Diesmal blieb Gwynthia die Antwort schuldig. Ihre Blicke wanderten zu der zerstörten Hälfte des Portals. Auf ihrem Gesicht entdeckte Faroma plötzlich eine Sorgenfalte. „Hier stimmt etwas nicht“, sinnierte Gwynthia. Wie um ihre Vermutung zu bestätigen, ertönte von rechts ein Schrei.
Hinter einem Felsbrocken sprang ein bärtiger Krieger mit gezücktem Schwert hervor. Zwei weitere Angreifer folgten ihm.
Faroma hatte nicht den Eindruck, dass Worte sie zum Einhalt bringen konnten, deshalb fuhr ihre Hand zum Gürtel, in dem ein Dolch steckte. Mit einer fließenden Bewegung riss sie die Waffe hervor und schleuderte sie dem ersten Widersacher entgegen. Als sich die Klinge in seinen Hals bohrte, ließ er das Schwert fallen, stolperte noch ein paar Schritte weiter, dann brach er zusammen.
Die beiden anderen Gegner stockten kurz in ihrem Lauf. Diesen Moment nutze Faroma, um ihr Schwert, das sie auf dem Rücken trug, aus der Scheide zu ziehen. Sie fing den Schwerthieb des zweiten Angreifers ab. Gleichzeitig sprang sie zur Seite, so dass der dritte Feind, der sie mit einem Spieß durchbohren wollte, ins Leere stieß. Der Schwung, den er in seinen Stoß gelegt hatte, brachte ihn ins Taumeln. Sie trat nach ihm und ihre Stiefelspitze erwischte sein Schienenbein. Er kam zu Fall.
Währenddessen richtete sie ihre Aufmerksamkeit wieder auf den Schwertmann, der einen gezielten Schlag gegen ihren Kopf führte. Geistesgegenwärtig ließ sie sich auf den Rücken fallen und hörte den Stahl über sich hinwegzischen. Da der Krieger dicht vor ihr stand, konnte sie mit ihren Füßen zwischen die seinen hakeln. Er verlor den Halt und kippte nach vorn in ihr hochgestrecktes Schwert. Faroma rollte sich nach links, um nicht unter ihn zu geraten, schaffte es aber nicht mehr, die Waffe aus dem noch zuckenden Körper zu reißen. Sie sprang auf. Jetzt stand sie jedoch mit bloßen Händen dem letzten Kämpfer gegenüber, der ebenfalls schnell wieder auf die Beine gekommen war und dabei seinen Spieß umklammert hielt. Schon überlegte sie, sich auf ihn zu stürzen. Doch das funkelnde Metall der Speerspitze, das ihren Bewegungen folgte, verhinderte das. Jeden Moment konnte der Stoß erfolgen und diesmal schien es ziemlich unwahrscheinlich zu sein, dass es für sie ein Ausweichen gab.
Mit kleinen vorsichtigen Schritten umkreiste sie den Krieger, der es wohl genoss, die Zeit in die Länge zu ziehen, bis er sie niederzustrecken gedachte. Dabei trat sie auf einen faustgroßen Stein, der unter ihren Sohlen ein Stück wegkullerte. Ihr kam ein Gedanke, der zwar aussichtslos schien, aber da sie ohnehin nichts mehr zu verlieren hatte, konnte sie ihn auch reifen lassen. Zuerst begann sie mit den Händen herumzufuchteln, um den Mann abzulenken. Gleichzeitig schob sie ihre Stiefelspitze unter den Stein, bis er schwer auf ihren Zehen ruhte. Dann riss sie das Bein hoch und kickte den Brocken in Richtung Gesicht des Kriegers, wo er unterhalb der Nase einschlug.
Ein eigenartiges Knirschen verriet ihr, dass mindestens ein Zahn unter der Wucht des Geschosses aus dem Kiefer brach. Der Mann schrie auf, stach aber trotzdem mit dem Spieß zu. Allerdings verfehlte die Spitze Faromas Brust. Stattdessen kratzte sie nur leicht über ihre linke Schulter. Sofort krallten sich ihre Finger um den Schaft der Waffe und sie rammte dem Mann deren stumpfes Ende in den offenen Mund. Röchelnd sank er zu Boden.
Erst jetzt fragte sie sich, warum Gwynthia ihr bei dem Kampf nicht zur Hilfe geeilt war. Suchend schaute sie sich nach der Gefährtin um. Die stand zehn Schritte entfernt, den Bogen schussbereit in den Händen. Auf der Sehne ruhte der letzte Pfeil, die anderen steckten in fünf leblosen Körpern, die über den linken Abschnitt des Schlachtfeldes verteilt lagen.
Faroma zog ihr Schwert aus der Leiche des Gegners, wischte es an seinem Mantel sauber und steckte es zurück in die Scheide. Mit dem Spieß bewaffnet trat sie zu Gwynthia. Sie stellten sich Rücken an Rücken und warteten auf den nächsten Angriff.
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