Der Schrei, der Gwynthia fast aus der Fassung gebracht hatte, war natürlich auch an ihrem Lagerplatz zu hören. Doch da Faroma, durch den vorangegangenen Kampf geschwächt, fest schlief, erwachte sie davon nicht, sondern ihr Unterbewusstsein gaukelte ihr vor, dass er zu ihrem Traum gehörte, in dem eine Harpyie sie mit einem triumphierenden Gekreische vom Lagerfeuer wegriss und in die Lüfte entführte.
Als sie das Zwitterwesen aus seinen Klauen freigab, befand sich Faroma an einem ihr fremden Ort. Sie lag am Fuße einer Steintreppe. Neben ihr scharrte ein gerüstetes Pferd mit den Hufen. An seinem Sattel war neben einem Schwert auch eine brennende Fackel befestigt, die es jedoch nicht zu beunruhigen schien.
Ohne zu zögern, schwang sich Faroma auf den Rücken des Tieres. Sie angelte die Fackel aus der Halterung und trieb den Schimmel die Stufen hinauf, als wüsste sie genau, welchen Weg sie zu nehmen hätte. Die Treppe führte zwischen zwei mächtigen Steinfiguren hindurch, den beiden die Köpfe abgeschlagen worden waren. Trotzdem wirkten die aus dem Fels gehauenen Wächter noch sehr furchterregend.
Faroma durchfuhr ein ängstlicher Schauer, den ihr Pferd sofort wahrnahm und es vor den Skulpturen zurückscheuen ließ. Erst ein energischer Schenkeldruck trieb es weiter vorwärts. Hinter den Figuren waberte eine dichte Nebelbank, die es ihr unmöglich machte, auch nur eine Handbreit nach vorn zu schauen.
Außer den milchigen Schwaden war nichts zu erkennen, lediglich ein anschwellendes Brausen durchdrang sie. Für Faroma hörte es sich so an, als zöge mitten durch den Dunst ein riesiges Heer.
Das Erste, was sie zu sehen bekam, als sich der Nebel endlich lichtete, waren die zwei gewaltigen Türme einer ehrwürdigen Kathedrale. Beim Näherheranreiten erkannte sie, dass sich davor tatsächlich eine nicht enden wollende Schar von Kriegern und ein Wagentross entlang wandten. Eine bunte Menge bildete links und rechts des Zuges ein Spalier.
Vor Faroma wichen die am Rand Stehenden zurück, so dass eine Gasse entstand und ihr Schimmel sich neben die schweren Zugtiere eines Trosswagens drängen konnte, der gerade an ihr vorüberzog. Auf dem Wagen hüpften Frauen und Männer zwischen den abgeschlagenen Köpfen der beiden steinernen Wächter herum. Beständig bewarfen sie die spalierbildende Truppe mit kieselsteinähnliche Brocken. Dabei schrien sie Parolen, von denen Faroma nur das Wort „Alaaf“ verstand.
Ihre Blicke schweiften über das merkwürdige Treiben. Dann richtete sie ihre Augen in der Hoffnung nach oben, dass die Harpyie endlich kommen möge, um sie zurück an ihr Lagerfeuer im Wald zu bringen.
NÄCHSTES KAPITEL >>>
Als sie das Zwitterwesen aus seinen Klauen freigab, befand sich Faroma an einem ihr fremden Ort. Sie lag am Fuße einer Steintreppe. Neben ihr scharrte ein gerüstetes Pferd mit den Hufen. An seinem Sattel war neben einem Schwert auch eine brennende Fackel befestigt, die es jedoch nicht zu beunruhigen schien.
Ohne zu zögern, schwang sich Faroma auf den Rücken des Tieres. Sie angelte die Fackel aus der Halterung und trieb den Schimmel die Stufen hinauf, als wüsste sie genau, welchen Weg sie zu nehmen hätte. Die Treppe führte zwischen zwei mächtigen Steinfiguren hindurch, den beiden die Köpfe abgeschlagen worden waren. Trotzdem wirkten die aus dem Fels gehauenen Wächter noch sehr furchterregend.
Faroma durchfuhr ein ängstlicher Schauer, den ihr Pferd sofort wahrnahm und es vor den Skulpturen zurückscheuen ließ. Erst ein energischer Schenkeldruck trieb es weiter vorwärts. Hinter den Figuren waberte eine dichte Nebelbank, die es ihr unmöglich machte, auch nur eine Handbreit nach vorn zu schauen.
Außer den milchigen Schwaden war nichts zu erkennen, lediglich ein anschwellendes Brausen durchdrang sie. Für Faroma hörte es sich so an, als zöge mitten durch den Dunst ein riesiges Heer.
Das Erste, was sie zu sehen bekam, als sich der Nebel endlich lichtete, waren die zwei gewaltigen Türme einer ehrwürdigen Kathedrale. Beim Näherheranreiten erkannte sie, dass sich davor tatsächlich eine nicht enden wollende Schar von Kriegern und ein Wagentross entlang wandten. Eine bunte Menge bildete links und rechts des Zuges ein Spalier.
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