Nachdem Faroma zu dem Entschluss gekommen war, die an die Felswand geschmiedete Riesin zu befreien, geschah Unerwartetes. Sobald ihre Hände die Gitterstäbe des Kerkers berührten, verschwanden diese vor ihren Augen. Auch die Ketten der Gefangenen lösten sich ins Nichts auf, als Faroma über das rostige Eisen strich. Das alles konnte sie sich nicht erklären.
Mit einem Jubelschrei sprang die Riesin aus der Felsnische hervor. „Endlich frei!“ Sie stampfte so heftig mit ihren Füssen auf, dass die Höhle erbebte und Faroma befürchtete, samt ihrem Pferd von den gewaltigen Sohlen zerquetscht zu werden.
Doch bald hatte die von ihren Fesseln Erlöste sich wieder beruhigt. „Danke Aumma-Mädchen. Jetzt kann ich dir helfen. Dazu muss ich allerdings meine magischen Kräfte einsetzen. Hoffentlich sind sie nicht verloren gegangen.“ Sie murmelte einen unverständlichen Spruch und nahm daraufhin die Gestalt einer Katze an. „Oh je“, schnurrte sie. „Nach zweitausend Jahren bin ich wohl ein bisschen aus der Übung gekommen.“ Es folgte eine weitere Beschwörung, worauf sich ein Mammut vor Faroma auftürmte, das aber sofort mystisches Sätze in die Höhle trompetete, die es sich in eine Kriegerin verwandeln ließen, die in etwa Faromas Statur hatte. „Geschafft!“
„Beeindruckend.“ Faroma klatschte in die Hände. „Nun können wir weiterziehen. Aber verrate mir vorher noch deinen Namen!“
„So lange ich eine Kriegerin bin, kannst du mich Gwynthia nennen.“
Der Ausgang der Höhle, durch den sie ins Freie gelangten, befand sich auf der Seite des Berges, die der Schlucht, aus der Faroma aufgestiegen war, gegenüberlag. Die Strahlen der aufgehenden Sonne blendeten sie, als sie aus dem steinernen Gewölbe heraustraten, so dass sie den Krieger, der halb aufgerichtet hinter einem Felsbrocken stand, nicht bemerken konnten. Erst das Surren eines heranfliegenden Pfeils verriet ihnen, dass ein Feind auf sie gelauert hatte. Das Geschoss verfehlte nur knapp Gwynthias Schulter, traf aber die hinter ihr stehende Faroma in den Hals. Röchelnd brach sie zusammen. Der Schütze verzichtete auf einen weiteren Schuss. Gwynthia hörte ihn davon galoppieren. Das musste der überlebende Angreifer aus der Höhle gewesen sein, vermutete sie.
Sie hob die schwerverletzte Faroma auf und trug sie näher an die Felsen heran. „Steinwächter!“, rief sie laut. „Seid ihr noch immer hier?“ Plötzlich umgaben sie langsam dichter werdende Nebelschwaden. Sie konnte kaum noch den Zugang zur Höhle erkennen.
Aus den Felsen formten sich mehrere berghohe Gestalten, die nur schemenhaft im Nebel auszumachen waren. „Wer stört unsere Ruhe?“, fragte eine von ihnen.
„Ich bin es, die ihr zweitausend Jahre im Berg schmachten ließet“, verkündete Gwynthia. „Jetzt flehe ich euch an: Rettet diese Aumma-Kriegerin!“
NÄCHSTES KAPITEL >>>
Mit einem Jubelschrei sprang die Riesin aus der Felsnische hervor. „Endlich frei!“ Sie stampfte so heftig mit ihren Füssen auf, dass die Höhle erbebte und Faroma befürchtete, samt ihrem Pferd von den gewaltigen Sohlen zerquetscht zu werden.
Doch bald hatte die von ihren Fesseln Erlöste sich wieder beruhigt. „Danke Aumma-Mädchen. Jetzt kann ich dir helfen. Dazu muss ich allerdings meine magischen Kräfte einsetzen. Hoffentlich sind sie nicht verloren gegangen.“ Sie murmelte einen unverständlichen Spruch und nahm daraufhin die Gestalt einer Katze an. „Oh je“, schnurrte sie. „Nach zweitausend Jahren bin ich wohl ein bisschen aus der Übung gekommen.“ Es folgte eine weitere Beschwörung, worauf sich ein Mammut vor Faroma auftürmte, das aber sofort mystisches Sätze in die Höhle trompetete, die es sich in eine Kriegerin verwandeln ließen, die in etwa Faromas Statur hatte. „Geschafft!“
„Beeindruckend.“ Faroma klatschte in die Hände. „Nun können wir weiterziehen. Aber verrate mir vorher noch deinen Namen!“
„So lange ich eine Kriegerin bin, kannst du mich Gwynthia nennen.“
Der Ausgang der Höhle, durch den sie ins Freie gelangten, befand sich auf der Seite des Berges, die der Schlucht, aus der Faroma aufgestiegen war, gegenüberlag. Die Strahlen der aufgehenden Sonne blendeten sie, als sie aus dem steinernen Gewölbe heraustraten, so dass sie den Krieger, der halb aufgerichtet hinter einem Felsbrocken stand, nicht bemerken konnten. Erst das Surren eines heranfliegenden Pfeils verriet ihnen, dass ein Feind auf sie gelauert hatte. Das Geschoss verfehlte nur knapp Gwynthias Schulter, traf aber die hinter ihr stehende Faroma in den Hals. Röchelnd brach sie zusammen. Der Schütze verzichtete auf einen weiteren Schuss. Gwynthia hörte ihn davon galoppieren. Das musste der überlebende Angreifer aus der Höhle gewesen sein, vermutete sie.
Sie hob die schwerverletzte Faroma auf und trug sie näher an die Felsen heran. „Steinwächter!“, rief sie laut. „Seid ihr noch immer hier?“ Plötzlich umgaben sie langsam dichter werdende Nebelschwaden. Sie konnte kaum noch den Zugang zur Höhle erkennen.
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