Hier gibt's Satire und Spaß von Kater Moritz gewürzt mit viel Ironie!

Kater
Kater Moritz steckt voller KI (Kater-Intelligenz) und Emotionen.
Beides muss er hier als Satire herauslassen, sonst würde er angesichts der aktuellen Zustände platzen.

Juli 2025

Dem Ganzen sei gleich vorangestellt, dass ich das Bahnfahren nur noch vom Hören und Sagen kenne. Selber bin ich mit der Bahn vor Ewigkeiten ein letztes Mal gefahren. Damals hieß das Unternehmen noch „Deutsche Reichsbahn“ und ich nutzte deren Züge hauptsächlich, um auf Arbeit und zurück zu kommen. Zu dieser Zeit fuhren sie noch ziemlich pünktlich, obwohl ich auf den Arbeitshinweg nichts dagegen gehabt hätte, wenn sie sich verspäteten. Das geschah leider sehr selten. Meistens verzögerte sich die Ankunft, wenn es in den Feierabend ging.
Aus diesen Zeiten stammt wohl auch der Slogan „Pünktlich wie die Bahn“, den sowohl die Bahn in Ost wie in West für sich in Anspruch nehmen durfte.
Heute scheint Pünktlichkeit ja eher ein Fremdwort für den Zugverkehr zu sein. Oder es wird sehr kreativ mit dem Begriff „Pünktlichkeit“ umgegangen. Für jemanden, der darauf angewiesen ist, zu einem festgelegten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort anzukommen, scheint es einem Hasardspiel zu gleichen, sich dabei der Bahn anzuvertrauen. Lässt sich das nicht vermeiden, ist es wohl ratsam, einen Zeitpuffer einzuplanen, was natürlich bedeutet, dass sich die Zeitspanne, die man unterwegs ist, verlängert. Und das kann kaum im Sinne des Erfinders sein.
Damit passt die Bahn aber perfekt ins Zeitgeschehen. Als Staatsunternehmen schlägt es dieselbe Richtung ein wie das ganze Land. Es geht bergab. Die dafür Verantwortlichen müssen keine Konsequenzen befürchten, denn es ist aus der Mode gekommen, soviel Rückgrat zu zeigen, dass man öffentlich eingesteht, Fehler gemacht zu haben, für die man auch bereit ist, geradezustehen.
Solange diese Vollkaskomentalität allgemeiner Usus ist, darf nicht mit Besserung der Zustände gerechnet werden.
Das Wetter ist ein Thema, über das man immer und überall diskutieren kann. Genauso wie über die Prognosen der Wetterfrösche, deren Treffsicherheit beim Voraussagen über das künftige Wetter wahrscheinlich noch hinter den Vorhersagequalitäten für die zu ziehenden Lottozahlen liegt.
Die einzige Wettervorhersage, die stets 100prozentig zutrifft, lautet:
„Wenn der Hahn kräht auf dem Mist,
ändert sich das Wetter, oder es bleibt wie es ist!“
Dem wäre nichts hinzuzufügen, wenn man nicht hin und wieder verlässlichere Einschätzungen für das künftige Wetter bräuchte. Zum Beispiel bei der Fahrt in den Urlaub. Oder die Aussichten für die nächste Grillpartie. Ganz abgesehen von der Landwirtschaft und anderen Industriebranchen, die sich in einer permanenten Abhängigkeit vom Wetter befinden.
Angesichts der heutigen technologischen Möglichkeiten, inklusive KI, auf alles Mögliche Einfluss nehmen zu können, ist es der blanke Anachronismus, dass es partout nicht gelingen will, eine halbwegs realistische Wettervorhersage hin zu bekommen.
Diverse Wetterapps ändern im Minutentakt das Lagebild. Sie warnen vor in Stunden aufziehenden Gewittern, die sich längst am Himmel austoben. Statt nachlassender Regenfälle, die versprochen werden, wartet man noch auf die ersten Tropfen. Diese Dilemmaaufzählung ließe sich endlos fortsetzen.
Man fragt sich, wie die Menschen es in früheren Jahrhunderten geschafft haben, sich ein realistisches Lagebild über das Wetter am anderen Tag zu verschaffen. Dabei kamen sie mit ihren „vorsintflutlichen“ Methoden meist näher an die Wahrheit heran, als es heute unter Nutzung des ganzen technischen Schnickschnacks möglich ist.
Ohne richtiges Näschen für Sonnenschein, Regen, Schnee und Frost wäre ihnen ein Überleben mit den Wetterunbillen kaum gelungen. Sie haben sich auf die Erfahrungen ihrer Vorfahren und auf ihre eigenen gestützt und sind damit sehr gut über die Runden gekommen.
Also sollte man vielleicht öfters mal zum 100-jährigen Kalender greifen.
An mindestens zehn Monaten im Jahr wird der Medienkonsument mit Panikmeldungen und Schauermärchen in Angst und Schrecken versetzt. Oder besser gesagt lassen sich diejenigen, die solche Hiobsbotschaften für bare Münze nehmen, in einen permanenten Weltuntergangsmodus hineintreiben.
Wenn die Medienscharen in den Sommermonaten in ihre Urlaubsrefugien entfliehen, meistens dorthin, wo sie den normalen Verbraucher nicht sehen wollen und ihn deshalb mittels Reise- und Flugscham davon abhalten, diese noblen Destinationen zu okkupieren, werden wieder Absurditäten in die Schlagzeilen gespült, die das Haupthaar zum Sträuben bringen. Denn dann muss das Sommerloch gestopft werden. Und dabei geht man nicht besonders kreativ vor. Oberstes Gebot scheint es zu sein, die alltägliche Panikmache mit besonderem Unsinn anzureichern. Wofür sich frühere Journalistengenerationen vielleicht geschämt hätten, schrecken ihre Nachfahren heute nicht zurück. Solange sie den dabei produzierten Unsinn irgendwie mit einer noblen Absicht, an denen es aktuell ja nicht mangelt, vernebeln können, greifen sie auf alles zurück, was sich in Worte fassen lässt.
Der mündige Nachrichtenkonsument, dem der eigene Kopf noch zum Nachdenken dient, kann selbigen bei manchen Meldungen nicht lange genug schütteln. Währenddessen erzeugen beim stromlinienförmigen Lemming die törichsten Katastrophenschlagzeilen die gewünschte Wirkung. Ob Nessie, Alien, Ufo oder der menschengemachte Weltuntergang, alles wird ehrfürchtig geschluckt.
Also wird sich auch in diesem Jahr wieder an der Beurteilung der Sommerloch-Kuriositäten die Spreu vom Weizen trennen. Auf der einen Seite häuft sich die Mehrheit der Allesgläubigen. Auf der anderen Seite sammelt sich die Schar der stirnrunzelnden Infragesteller der gängigen Narrative.
Zum Glück kann jeder für sich selbst entscheiden, welchem Häufchen er zuneigen will!
Wenn man sich die Weltlage heutzutage anschaut, kann man dem zwar ziemlich überstrapazierten Spruch „Früher war alles besser!“ eigentlich nur zustimmen. Dabei liegt das Früher nicht einmal Ewigkeiten zurück. Eine Erinnerung an die 70iger/80iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts reicht, um die Aussage zu bestätigen.
Wer wäre damals, außer ein paar Weltuntergangspropheten natürlich, auf die Idee gekommen, einen normalen, also heißen, Sommer als Ursache für den Weltuntergang zu deklarieren. Im Winter war es kalt, im Sommer warm. Dazwischen lagen Frühling und Herbst, die temperaturmäßig mal zu Ersterem oder mal zu Letzterem tendierten. Wenn die Jahreszeiten doch einmal über die Stränge schlugen, versetzte das niemanden in Panik. Auf solche Fälle war man vorbereitet und reagierte entsprechend darauf.
Dass heute bei sommerlichen Graden der Alarmpegel laut aufschrillt, dass Hitzetote und Verbrennungsopfer beklagt werden, als gäbe es sie zu Millionen, lässt ein Kind der oben genannten Jahre nur ungläubig mit dem Kopf schütteln. Wie „tödlich“ solche Szenarien sind, erkennt man ja daran, dass es kaum jemand aus der Boomer-Generation geschafft hat, sich ins Jahr 2025 zu retten.
Selbstverständlich muss man sich nicht unbedingt in die pralle Sonne brezeln, wenn die den Planeten mit 40 Grad oder mehr beglückt. Aber wer sich trotzdem draußen aufhalten muss, wird es schon einzurichten wissen, dass das für ihn erträglich bleibt.
Das Gleiche trifft auf für -40 Grad zu. Es gibt genug Zeitgenossen, die in Gegenden beheimatet sind, in denen die Winter solche Temperaturen in petto haben, und bei denen dennoch ein Überleben machbar ist.
Also Kopf hoch! Schlechtes Wetter, weder im Sommer noch im Winter, gibt es nicht. Zumindest nicht für diejenigen, die wissen, wie man damit umzugehen hat.

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