Hier gibt's Satire und Spaß von Kater Moritz gewürzt mit viel Ironie!

Kater
Kater Moritz steckt voller KI (Kater-Intelligenz) und Emotionen.
Beides muss er hier als Satire herauslassen, sonst würde er angesichts der aktuellen Zustände platzen.

Juni 2024

Jeder Schreiberling wünscht sich sicherlich händeringend einen Kuss der Muse herbei. Und dass die Wirkung des Kusses ein ganzes Leben lang anhalten möge. Wem es gelingt, dafür auserwählt zu werden, ob bewusst oder unbewusst, der sollte fortan keine Schwierigkeiten mehr haben, sich von seiner Wortsetzerei ernähren und andere schöne Dinge damit finanzieren zu können.
So weit, so gut. Das Problem dabei ist, dass die Leser des zu Papier gebrachten am besten auch von der Muse geküsst sein sollten. Jedoch nicht, um ebenfalls zu dichten oder zu schriftstellern, sondern um für die Poesie der Worte empfänglich zu sein. Denn was nützt es schon, wenn der Schreiberling selbstverliebt seinen eigenen Versen lauscht oder die spannenden Szenen seines Romans verschlingt, jeder außer ihm, von dem Verfassten aber genervt ist? Schreiber und Leser müssen auf einer Wellenlänge surfen, sonst funktioniert das Zusammenspiel nicht.
Im Grunde genommen ähnelt diese Situation jedem profanen Einkauf. Wird ein Produkt oder eine Dienstleistung angeboten, die an den Kunden vorbeientwickelt wurde, interessiert sich kein Mensch dafür und sie verstaubt solange ungekauft, bis sie vom Markt verschwindet.
Vielleicht sind die Entstehungskosten für ein literarisches Werk nicht ganz so hoch, wie für ein Konsumprodukt, aber es fließt genauso viel Herzblut hinein, wie in einen fahrbaren Untersatz o.ä.
Da zum Glück niemand dazu gezwungen werden kann, etwas zu kaufen, was er es nicht mag (außer den ÖRR-Programmen), entsteht der „Schaden“ meist nur auf der Produzentenseite. Und das ist zu verschmerzen.
Wahlen werden immer von Weisheiten umrahmt. „Wer die Wahl hat, hat die Qual!“, ist so ein Allerweltspruch dazu. Konkreter wird da schon die Aussage, die Stalin zum Thema Wahlen geäußert hat. Sinngemäß soll er sich folgendermaßen ausgedrückt haben: Nicht die Wähler entscheiden mit ihrer Stimmabgabe, wer zum Sieger gekürt wird, sondern diejenigen, die die Stimmen auszählen und weiterleiten. Das widerspricht zwar dem demokratischen Wahlverständnis, aber Stalin war kein Demokrat.
Ob sich selbsternannte, lupenreine Demokraten bei Wahlen nicht Stalins Logik bedienen, weiß niemand so richtig. Zu befürchten wäre es. Dass die Wahlverlierer immer der Meinung sind, übers Ohr gehauen worden zu sein, ist auch Usus.
Als grenzwertig lassen sich solche Wahlergebnisse bezeichnen, die alle Prognosen Lügen strafen. Hier sind die Zweifel, ob alles mit rechten Dingen zugegangen ist, verständlich.
Dass manche Parteien nur deshalb auf dem Siegertreppchen ganz oben landen, weil sie die fast 100-prozentige Unterstützung der Landesmedien genießen bzw. diese sowieso in ihren Händen sind, ist auch so ein scheinbar nicht aus der Welt zu schaffendes Manko. Eine solche Konstellation zementiert praktisch die Machtstrukturen auf ewig.
Wenn dann auch noch im stalinistischen Duktus verfahren wird, braucht sich keine Opposition überhaupt erst die Mühe zu machen, Wahlkampf zu führen und der Wähler muss seine Zeit nicht mit dem Kreuzchenmachen verplempern.
Das sind keine schönen Vorstellungen.
Ob sich nun die ganze Welt in ein Glashaus verwandelt hat oder nur ein Teil davon, sei dahingestellt. Fakt ist jedoch, dass in den Glashäusern zwei Fraktionen hausen. Eine, die wild mit Steinen um sich schmeißt, ohne über den Schaden nachzudenken, den sie damit anrichtet. Und die andere Fraktion, die sich beharrlich weigert, den ersten Stein zu werfen, weil sie klug genug ist, die eigene Unzulänglichkeit zu erkennen und nicht zum Zerstörer des fragilen Gebäudes werden will.
Wer von den Beiden mit seinen Ambitionen letztendlich die Oberhand gewinnen wird, steht momentan noch in den Sternen. Es zeichnet sich jedoch ab, dass die Steinewerfer zurzeit ziemlich im Kommen sind und die Gemäßigten sich sehr anstrengen müssen, um ihnen das Handwerk zu legen – und das im Interesse von Beiden.
„Wer keine Probleme hat, der schafft sich welche!“, ist eine alte Weisheit, die heute wieder Hochkonjunktur hat. Angesichts der ständig neu erfundenen Probleme, die zwar keine sind, aber trotzdem so aufgebauscht werden, als würden sie gleich und sofort zum Weltuntergang führen, wenn man sich ihrer nicht annimmt, kann man nur mit dem Kopf schütteln.
Dabei gibt es genug Elend auf der Welt, das erst einmal beseitigt werden müsste. Das Schlimme daran ist, dass die führenden Industrienationen über die Ressourcen verfügen, die Erde in ein Paradies für alle zu verwandeln. Statt sich auf diese Aufgabe zu stürzen, verzetteln sie sich jedoch in ihren Pseudo-Problemen.
Ihre sogenannten Eliten sind blind gegenüber der Realität. Lieber verteufeln sie die Vergangenheit, verfallen in einen Selbstschuldkult und umsorgen die ihrer Meinung nach Benachteiligten der Gesellschaft, von denen die Meisten sich gar nicht als solche fühlen.
Um dieses Narrativ aufrecht zu erhalten, müssen natürlich neue/alte Feindbilder geschaffen werden. Das ist ein aberwitziger Prozess, wie wir aktuell gerade erleben, denn dafür werden alle Gesellschaftsschichten ins Visier genommen. Warnende Wort, kritische oder auch unbedachte Äußerungen reichen aus, um ins feindliche Lager zu gelangen.
So vertieft sich die Spaltung der Gesellschaft immer mehr. Das ist nicht gut, aber einige stört das offensichtlich nicht, ganz im Gegenteil, sie scheinen es darauf abgesehen zu haben, gerade das zu erreichen.

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