Hier gibt's Satire und Spaß von Kater Moritz gewürzt mit viel Ironie!

Kater
Kater Moritz steckt voller KI (Kater-Intelligenz) und Emotionen.
Beides muss er hier als Satire herauslassen, sonst würde er angesichts der aktuellen Zustände platzen.

Juni 2025

Mit der Titanic lassen sich Katastrophen immer so schön in Verbindung bringen, egal ob sie ihr Unwesen bereits getrieben haben oder ob sie sich erst abzeichnen. Und jeder, der vor einem Unglück warnen will, bezieht sich dabei gern auf den untergangenen Luxusliner.
Obwohl das 1912 ja offensichtlich eine Kollision mit Ansage war, fühlen sich die möglichen Verursacher kommender Desaster keineswegs in der Rolle des Kapitäns der Titanic, wenn sie eindeutige Zeichen dafür ignorieren und ernstzunehmende Mahner an den Pranger stellen.
Flankiert werden diese Ignoranten meistens vom Mainstream, der genauso wenig Interesse daran hat vom eingeschlagenen (falschen) Kurs abzuweichen wie sie selbst. Mag der Eisberg auch schreckliche Ausmaße haben, das eigene Scherflein will man schon ins Trockene bringen, bevor man das Ruder herumreißt, oder, was noch besser ist, ins Eliten-Beiboot springt und den Plebs seinem Schicksal überlässt.
Den geflügelten Spruch „Alles wurde schon gesagt, nur noch nicht von jedem!“ gibt es nicht umsonst. Schließlich kolportiert er, wahrscheinlich seit allen Zeiten, in den aktuellen aber besonders, dass sich fast jeder dazu berufen fühlt, die Welt zu erklären. Es wird dabei auch nicht davor zurückgeschreckt, unter Umständen etwas wiederzukäuen, was schon Tausendmal zuvor gesagt wurde. Selbst bloße Gerüchte oder Unwahrheiten, sprich Blödsinn, finden oft ein bemerkenswertes Echo.
Jede Meinung hat ihre Anhängerschaft. Interessanterweise ist die Anzahl derer, die die Wahrheit über einen Sachverhalt vertreten und verbreiten immer sehr gering. Zusätzlich kann sie noch dadurch marginalisiert werden, dass die Wahrheit nicht ins gängige Narrativ passt und deshalb mit allen Mitteln gecancelt wird.
Dass solche Vorgänge in früheren Zeiten gang und gäbe waren, lässt sich ja verstehen. Dort, wo nur eine kleine Elite über den Zugang zum Wissen verfügt, hat diese natürlich die Deutungshoheit und kann drauflos manipulieren als gebe es kein Morgen.
Heute sieht das allerdings ganz anders aus. Fast jeder hat einen Zugang zum Internet und damit die Möglichkeit, sich zu jeder Problematik die unterschiedlichsten Betrachtungsweisen einzuholen. Selbstverständlich ist das eine zeitaufwändige Angelegenheit. Aber jedenfalls lässt sich damit ein Überblick über die gängigsten Narrative verschaffen. Anschließend sollte es nicht schwerfallen sich, anhand der eigenen Lebenserfahrungen und des eigenen Wissensschatzes, eine eigene Meinung zu bilden.
Die muss nicht immer richtig sein. Aber immerhin wäre das Erlangen derselben eine gute Voraussetzung, um in aufkommenden Diskussionen mit ein paar fundierten Erkenntnissen argumentieren zu können.
Und das ist auf alle Fälle gescheiter, als irgendwelchen Blödsinn, ohne ihn zu hinterfragen, einfach so nachzuplappern.
Wie schön könnte es doch auf der Welt sein, wenn es jeder fertigbrächte, einfach mal über seinen eigenen Schatten zu springen? Niemand würde mehr darauf beharren, immer Recht zu haben. Niemand würde sein Gegenüber verdammen, nur, weil dessen Meinung eine andere als die eigene ist. Es gäbe auf der Erde allweil und überall nur noch „Friede, Freude, Eierkuchen.“
Zum Glück ist das lediglich ein naiver Traum bzw. Wunsch. Solche Zustände würden ja zur ständigen Langeweile führen. Wie sollte ein Leben ohne Besserwisserei, Zank und Streit denn funktionieren?
Unendlich viele Bevölkerungs- und Berufsgruppen verlören in einem derartig zivilisierten Umfeld schlagartig ihre Existenzberechtigung. Sie müssten ihre Bedeutungslosigkeit eingestehen und plötzlich gäbe es für sie keinen Platz mehr auf der medialen und politischen Bühne. So etwas darf man diesen armen Menschen niemals zumuten!
Dass diejenigen, die bis jetzt von den oben genannten Persönlichkeiten unablässig attackiert, gemaßregelt und an den Pranger gestellt werden, dadurch ungemein an Lebensqualität gewönnen und ihr Wissen und ihre Erfahrung in den Dienst der Allgemeinheit stellen könnten, wiegt natürlich nicht den Verlust auf, den die anderen zu erleiden hätten.
Aus diesen Gründen muss alles bleiben, wie es ist! Und alle, die es wagen, eventuelle Veränderungen anzustreben, gilt es zu identifizieren und mit einem Bann zu belegen. Ein Bekanntwerden ihrer Ideen ist zu verhindern! Sollten sie dennoch einen Weg in die Öffentlichkeit finden, muss es zur Diskreditierung derselben kommen!
So einfach funktioniert das heutzutage. Und solange das so ist, ist die Welt wenigstens für einen Teil ihrer Bewohner in Ordnung!
Nicht umsonst heißt es, man solle immer bedenken, was man sagt. Oder, etwas umständlicher ausgedrückt, ist es ratsam, alles zu bedenken, was man sagt, aber nicht alles zu sagen, was man denkt.
Zu allen Zeiten konnten unbedarft ausgesprochene Worte und Gedanken in die Bredouille führen. Das hat sich bis heute nicht geändert. Für Zeitgenossen, die schneller schwatzen als nachdenken, kann das ganz schön brenzlig werden. Aber auch für jemanden, der die Nase gestrichen voll hat und sich mal den Ärger von der Leber reden muss, wiegen die Konsequenzen, die daraus folgen können, mitunter schwerer als die damit verbundenen Erleichterungen für die Seele.
Da es sicherlich nur ganz wenige Leute gibt, die sich dauerhaft mit Disziplin auf die Zunge beißen können, um nichts zu sagen, was gerade verpönt ist, lebt der Großteil der Menschen wahrscheinlich mit dem Risiko, hin und wieder sprachlich unkorrekt zu sein.
Andererseits kann es nicht im Sinne des Erfinders sein, dass Probleme nicht angesprochen werden dürfen. Wenn etwas schiefläuft, muss es benannt werden.
Wenn jemand dabei zu großen Blödsinn von sich gibt, ist das ebenso. Daraus muss ihm ja nicht gleich ein Strick gedreht werden. Ein bisschen tolerantes Herangehen an die Sache sollte eigentlich Usus sein. Immerhin kann auch ein Hinausschießen über das Ziel manchmal Erfolge nach sich ziehen, die so gar nicht beabsichtigt waren.
Also ließe sich vielleicht das salomonische Fazit ziehen: Klappe halten ist gut! Klappe aufreißen ist auch gut!
In diesem Sinne wird jeder für sich selbst entscheiden, welcher Option er eher zuneigt.

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