Hier gibt's Satire und Spaß von Kater Moritz gewürzt mit viel Ironie!

Kater
Kater Moritz steckt voller KI (Kater-Intelligenz) und Emotionen.
Beides muss er hier als Satire herauslassen, sonst würde er angesichts der aktuellen Zustände platzen.

Oktober 2025

In der Literatur gab es doch einmal diesen verspäteten, manche sagen auch tragischen Ritter, der aus Mangel an echten Feinden, seine Lanze gegen Windmühlen richtete. Wieviel Erfolg er mit seinen Attacken hatte, ist ja allgemein bekannt.
Ein ähnliches Schicksal erleiden heutzutage Zeitgenossen, die es nicht mehr ertragen können, tagtäglich mit Unmengen von Unsinn überkübelt zu werden. Ihre Gegenwehr scheint zwar genauso sinnlos zu sein, wie die Windmühlenfechterei des Ritterleins.
Allerdings ist es für das Selbstbewusstsein wahrscheinlich heilsamer, eine wenn auch ungewinnbare Tjost zu reiten, als sich auf Dauer ohne Widerstand verdummen zu lassen.
Als am 9. November 1989 der Eiserne Vorhang fiel und 11 Monate später die deutsche Einheit besiegelt wurde, formierten sich damit zwar Ost und West wieder zu einem Staat, aber die mentalen Unterschiede in den Köpfen der Menschen blieben bestehen. Was allerdings nicht verwunderlich war, denn die Erfahrungen und das Wissen, die ein Leben geprägt haben, lassen sich schließlich nicht per Knopfdruck ausschalten.
Während für die Deutschen im Gebiet der alten Bundesrepublik größtenteils alles weiterlief, wie sie es seit Jahrzehnten kannten, erlebten wir Ostdeutschen den großen Bruch. Der Glanz der herbeigesehnten Freiheit begann recht bald zu verblassen. Trotz der blühenden Landschaften, die es tatsächlich mancherorts gab, und dem allgemeinen Aufschwung, wurde man als ehemaliger DDRler in die Rolle eines Kindes gedrängt, das dankbar für die neue, bunte Welt zu sein hatte. Und das ohne Wenn und Aber. Etwaige Bedenken oder Zweifel an der Richtigkeit des eingeschlagenen Weges erhielten das Etikett des Jammerns und galten als verpönt.
Es grassierte die Auffassung, dass die alten Erfahrungen als wertloser Ballast über Bord geworfen werden sollten. Manchem gelang die Metamorphose hin zum neuen Menschen, aber viele weigerten sich, sich leichtfertig von etwas zu verabschieden, das doch ihr Ich ausmachte.
Und Letztere sind diejenigen, deren Sensoren heutzutage die Veränderungen in der Gesellschaft wahrnehmen. Und das auch deshalb, weil es statt vorwärts eher rückwärts zu gehen scheint. Es befinden sich Strukturen im Entstehen, die aus alten DDR-Zeiten bekannt sind. Vielleicht werden sie nicht 1:1 kopiert, aber die Grundmuster sind identisch.
Diese Entwicklung führt ganz offensichtlich zu der Paradoxie, dass wir Ossis, die wir uns nicht von unserem alten Wissen getrennt haben, mit eben diesem Wissen jetzt als erste in der Lage sind, kommendes Unheil frühzeitig zu wittern und davor warnen zu können.
Ob die Warnrufe als solche vernommen werden, steht natürlich in den Sternen …
Wenn heutzutage der Blick nach oben geht, dann oft deshalb, weil von dort ein penetrantes Brummen ertönt, von dem man mit ziemlicher Sicherheit annehmen kann, dass es von einer Drohne herrührt. Sollte es nicht gerade das eigene Flugobjekt sein, das in den Lüften kreist, lässt sich nur argwöhnisch rätseln, wer da „Spionageflüge“ veranstaltet und warum. Irgendwie entsteht meistens ein unangenehmes Gefühl, auf diese Art ausgespäht zu werden.
Da die Dinger allerdings so ziemlich überall erhältlich sind, häufen sich die oben genannten Situationen. Es kann praktisch jeder „Drohnenpilot“ werden. Und das nicht erst seit gestern.
Was bis gestern nur ein Ärgernis war, ist heute jedoch zum Ernstfall mutiert. Zumindest wird es als solcher aufgebauscht. Plötzlich schwirren Drohnen über Flughäfen, militärischen Einrichtungen, Regierungsgebäuden. Keiner weiß, wer sie steuert. Keiner weiß, was mit ihnen bezweckt werden soll. Und diese Unwissenheit, die mehr als ein Armutszeugnis für die nationalen Sicherheitsdienste ist, wird jetzt gezielt dazu genutzt, Angst zu schüren.
Plötzlich schiebt man dem bösen Feind im Osten die Urheberschaft zu. Selbstredend könnte er derjenige welcher sein. Genauso gut kann es sich dabei aber auch um durchschaubare Propaganda der eigenen Leute handeln, um falsche Tatsachen vorzuspiegeln.
Auf alle Fälle schlachten die Medien diese Geschichte aus. Sie bedienen sich dabei einer dramatischen Inszenierung, die bei schlichten Gemütern zu den gewünschten Reaktionen führen wird. Wenn sich erst einmal in einigen Medienkonsumenten die Furcht festgesetzt hat, kann davon ausgegangen werden, dass diese auch Teile ihres Bekanntenkreises infizieren. Und so entsteht ein Schneeballsystem, in dem durchaus die Dynamik steckt, eine Hysterielawine auszulösen.
Sollte es dazu kommen, dann müssen wir uns wahrscheinlich warm anziehen …
Es waren aufregende Zeiten als die DDR in den letzten Zügen lag. Ein Teil der Bürger demonstrierte montags auf den Straßen. Ein anderer Teil versuchte über Ungarn und diverse westliche Botschaften aus dem Land zu kommen. Und diejenigen, die zu 100 Prozent mit der sozialistischen Politik d’accord gingen, verstanden die Welt nicht mehr.
Einige von denen hätten sicherlich auch nicht gezögert, mit Waffengewalt gegen die Aufmüpfigen vorzugehen. Die Vorbereitungen für ein solch blutiges Szenario liefen im Hintergrund der Ereignisse ja schon an.
Es ist wohl den Sowjets und einigen hellen Köpfen bei den Altkadern zu verdanken, dass dann doch nicht scharf geschossen wurde. Zudem konnten die regimetreuen Befehlshaber wahrscheinlich auch nicht richtig abschätzen, wie viele Uniformierte den Befehlen Folge geleistet hätten und wie viele von der Fahne gegangen wären, um sich auf die Seite der Protestierer zu stellen. Wobei hier mal vermutet werden soll, dass Letztere in der Überzahl gewesen wären.
Dass der DDR-Kessel irgendwann einmal überkochen würde, hatte sich ja schon einige Zeit vorher angedeutet. Warum die Machthaber die warnenden Zeichen an der Wand beharrlich ignoriert haben, bleibt ein Rätsel. Ein Grund dafür könnte ihr Realitätsverlust gewesen sein, der sie auch die Mahner aus den eigenen Reihen nicht ernst nehmen ließ.
Wer in der Staatskarosse am übertünchten Verfall vorbeichauffiert worden ist und diese manipulierte Kulisse für das richtige Leben hielt, konnte natürlich nicht den Elan besitzen, die ernsten Probleme des Landes zu packen, um sie zu lösen.
Weil diese Einstellung zum Usus erklärt worden ist, kam es dann so, wie es kommen musste.
Und ein Schelm ist der, der das Damals mit dem Heute vergleicht …

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